Wenn die Hirten im Sommer mit ihren Herden in die Berge der Serra da Estrela aufsteigen, um bessere Weiden zu finden, kommen Einheimische und Besucher aus allen Teilen des Landes zusammen, um das Festa da Transumância zu feiern. Der Schafauftrieb gilt als uralte Tradition, welche seit nunmehr sieben Jahren als neuzeitliches Fest neu belebt wird.

Es ist früh, als wir uns an einem Frühsommertag im portugiesischen Hinterland auf den Weg in das Bergdorf Seia machen, um am traditionsreichen Schafauftrieb teilzunehmen.

Kurz nach 6 Uhr reißt mich der Wecker aus dem Tiefschlaf, eine halbe Stunde später sitzen wir im Auto. Während über dem Tal eine dichte Nebeldecke hängt, taucht die Morgensonne hier auf 1.200 Meter die Berge bereits in ein warmes Licht. 

Im kleinen Bergdorf herrscht angespannte Vorfreude unter den Menschen. Die Familien der Hirten, Nachbarn und Besucher aus anderen Teilen Portugals sind früh an den Rathausplatz gekommen, um die Transhumanz zu begleiten. Es ist der Höhepunkt zu Sommerbeginn und eine uralte Tradition, die man mit viel Engagement aber auch Freude am Leben erhalten will.

Eine Reportage für Reisevergnügen.

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